Ethische Grundsätze

Spätestens seit den Nuller-Jahren hat Google die globale Marketing-Branche fest in der Hand. Auch ich war eine Followerin.

Zu Facebook kam ich spät, weil ich es als grossen Werbe-Markplatz empfand und mir die Preisgabe von Identitäten, Netzwerken und Privatem dafür nicht geheuer war. Doch irgendwann wurde der Druck zu gross. Beruflich war es wichtig.

Bei Instagram wurde mir schnell klar, dass ich dort Lebenszeit vergeudete. Mein Wissen zu Themen, die mich  interessierten, blieb jedoch so oberflächlich wie die Länge eines Posts. Da lese ich lieber weniger und dafür richtig.

Anfang 2025 verabschiedete ich mich radikal von Meta insgesamt. Es war jedoch nicht möglich meine Personendaten zu löschen. Man wird in Link Loops im Kreis geführt. Ich kann aber versichern: Meta sammelt alles, was Du dort je publiziert und über die Jahre je gelöscht hast. Du kannst zumindest eine Kopie Deiner Daten abrufen. Das musst Du machen, bevor Du Deinen Account löschst.

Über die Jahre, mit dem gesellschaftlichen Wandel und geopolitischen Entwicklungen wurde ich kritischer. 2024 studierte ich Datenschutz als CAS an der Universität Zürich. Heute sehe ich mich selbst als Praktikerin an der Schnittstelle von Datengesetz, Technologie und Unternehmenswachstum im Marketing. Ich übersetze rechtliche Rahmenbedingungen in ein «Privacy First Marketing» und den sicheren und richtigen Umgang mit Generativer KI.

Ich predige Wasser und trinke Wasser

Marketing und der falsche Umgang mit KI-Systemen darf kein Katalysator für die Weitergabe von Personendaten sein. Ich möchte dazu anregen und beitragen, uns alle vor Datenmissbrauch mehr zu schützen und zugleich die gesetzliche Notwendigkeit (besser) zu erfüllen. Denn Datenschutz ist ein Grundrecht: das Recht auf Privatspähre. Wer die Weitergabe seiner Daten nicht kontrollieren kann, ist gezwungen einen Teil dieser Privatsphäre aufzugeben.

Im Gegenzug ist meine eigene IT-Landschaft so eingestellt, dass ich die Daten anderer bestmögliche schütze. Frei nach dem Motto: Personendaten teile ich nicht und falls doch, werden meine Kund:innen rechtmässig informiert.

Ethische Grundsätze von homo digitalis: 1. Transparenz und Offenlegung, 2. Datensparsamkeit und Zweckbindung, 3. Datensicherheit und Schutz, 4. Verantwortungsvoller KI-Einsatz, 5. Kundenrechte, 6. Regelmässige Überprüfung und Compliance

Das wichtigste auf einen Blick

  1. Datensparsamkeit und Zweckbindung: Ich sammle nur notwendige Daten für definierte Zwecke. Alle Website Analyse-Daten bleiben bei mir und werden beim Hosting-Anbieter meines Vertrauens gespeichert. Mit ihm habe ich einen  DVV. Probiere das mal bei Google für GA4.

    Ich nutze Personendaten nicht für andere Zwecke ohne erneute Zustimmung. Und ich verkaufe (und kaufe) niemals  Personendaten.

  2. Transparenz und Offenlegung: Schon beim ersten Kontakt lege ich Wert darauf, dass Du zu jeder Zeit klare und verständliche Informationen darüber erhältst, wie ich Deine Personendaten nutze oder weitere Personendaten von Euch verarbeite.
  3. Datensicherheit und Schutz: Ich habe robuste Massnahmen zum Schutz personenbezogener Daten vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Missbrauch eingerichtet, die ich regelmässig überprüfe.
  4. Verantwortungsvoller Einsatz von KI: KI-Modelle und Systeme setze ich so ein, dass dabei ethische und rechtliche Standards gewahrt bleiben, insbesondere in Bezug auf Einsatz von KI in Kundenprojekten, Bias, Fairness und Datenschutz.
  5. Kundenrechte: Kund:innen und Prospects haben jederzeit die Möglichkeit von ihren Rechten zur Auskunft und Löschung ihrer Daten im gesetzlichen Rahmen Gebrauch zu machen.
  6. Regelmässige Überprüfung und Compliance meiner IT-Infrastruktur: Ich führe regelmässige Audits zur Sicherstellung der Daten durch und verpflichte mich zu einer offenen Kommunikation im Falle von  Datenschutzverletzungen.

Was ich leiste und nicht leisten kann

Datenschutz-Praktikerin

  • Arbeit an der Schnittstelle von Datengesetz, Technologie und Unternehmenswachstum.
  • Ich trage immer einer Datenschutzbrille und sehe trotzdem nur Chancen.

Keine Rechtsberatung

  • Meine Arbeit ist kein Ersatz für eine professionelle Rechtsberatung.
  • Auf Wunsch kann ich sehr kompetente Schweizer Anwälte nennen.

Keine Beratung von Marketing-Agenturen

  • Projekte «rechtskonform machen».
  • «Compliance»-Arbeit an Tech-Plattformen.
  • Technische Integrationen mit Blick auf den Datenschutz.
  • Durchführung von Paid-Media-Kampagnen.

Passen diese Grundsätze zu Euch?